Dabeisein und mitmachen ...

Sicher ist dir das THW bereits bekannt! Werde ein Teil davon!

Wir stellen dir hier im Laufe des Jahres nach und nach mögliche Funktionen vor, in denen du bei uns mitwirken kannst:

Sie sind oftmals die Ersten, die morgens im THW-Ortsverband ankommen und abends diejenigen, die das Licht ausschalten: die Ortsbeauftragten. Als höchste Funktion im Ortsverband benötigen sie Einfühlvermögen, Organisationstalent und gute Nerven. Denn im Ortsverband gibt es viele Aufgaben zu bewältigen. Welche das sind, erzählt im Video "Der/die Ortsbeauftragte" Inga.

Bei Diensten, Ausbildungen oder vor und nach Einsätzen kann die Arbeit im THW mal länger dauern. Damit alle Helferinnen und Helfer bei Kräften bleiben und gute Verpflegung bekommen, gibt es die Stabsfunktion Köchin beziehungsweise Koch im Ortsverband.

„Der Koch oder die Köchin muss sicher stellen, dass die Ehrenamtlichen ordnungsgemäß und allumfänglich mit Lebensmitteln und Getränken versorgt werden“, sagt Bernard de Groot. Er ist Koch im THW-Ortsverband Trossingen und legt Wert auch frisch zubereitetes, ausgewogenes Essen. Ein Koch oder eine Köchin im THW sollte sich mit Lebensmitteln sehr gut auskennen und eine Leidenschaft fürs Kochen haben. Denn das Essen soll die THW-Kräfte nicht nur nähren, sondern ihnen auch schmecken. Dass gute Verpflegung bei Diensten und Einsätzen für die Motivation und Stimmung eine wichtige Rolle spielt, zeigt ein gängiges Sprichwort im THW. Es lautet: „Ohne Mampf kein Kampf.“

Es ist jedoch nicht notwendig, für Funktion in der Küche berufsmäßig zu kochen. Im THW lernen Interessierte in entsprechenden Ausbildungen alles, was sie für die Arbeit in der Küche wissen müssen. In diesem Falle handelt es sich um die Ausbildung zum Feldkoch oder zur Feldköchin im THW-Ausbildungszentrum Hoya.

Hinzu kommt eine Hygieneschulung. Denn wenn es um die Verpflegung der Einsatzkräfte geht, gibt es keine Kompromisse. Die Köchinnen und Köche in den Ortsverbänden garantieren auch, dass ihre Kameradinnen und Kameraden ihr Essen an geeigneten, sauberen Orten zu sich nehmen können. Bei ihren vielen Aufgaben bekommen sie Unterstützung von anderen THW-Kräften. Das ist einer der Gründe, warum de Groot seine Tätigkeit so gut gefällt: „Was mir am Kochen Spaß macht, ist die Zusammenarbeit mit den anderen – der größte Spaß ist immer in der Küche.“

Eine funktionsfähige und vollständige Ausstattung ist im Einsatz das Aund O. Der THW-Schirrmeister oder die THW-Schirrmeisterin hat daher stets den Überblick über Schraubenschlüssel, Radlader und Kettensäge. Mit technischem Verständnis, Organisationstalent und Verantwortungsbewusstsein repariert er unter anderem Geräte und pflegt die Fahrzeuge des THW-Ortsverbandes.

„Die Aufgaben eines Schirrmeisters sind sehr vielfältig. Besonders viel Spaß an der Funktion macht mir der Umgang mit den Menschen“, sagt Alex Schusser. Er ist Schirrmeister im THW-Ortsverband Friedberg. Als solcher ist er dafür zuständig, dass sowohl für Übungen als auch im Einsatzfall alle notwenigen Materialien verfügbar und einsatzfähig sind. Dazu kontrolliert er nicht nur Werkzeuge, sondern verwaltet außerdem die Großgeräte des THW und behält beispielsweise Prüfpläne für Fahrzeuge im Auge. Darüber hinaus kleidet der Schirrmeister oder die Schirrmeisterin seine bzw. ihre Kameradinnen und Kameraden mit dem Multifunktionalen Einsatzanzug (MEA) ein, damit diese den bestmöglichen Schutz für ihre Arbeit erhalten.

Dabei steht der Schirrmeister oder die Schirrmeisterin im stetigen Kontakt mit allen THW-Kräften im Ortsverband. Er oder sie ist die erste Anlaufstelle, falls ein Trennschleifer nicht funktioniert oder ein Fahrzeug Öl verliert. Je nach Schaden kann der Schirrmeister oder die Schirrmeisterin das Material selbst reparieren oder eine Reparatur in Auftrag geben. Bei Bedarf sondert er oder sie außerdem ausgediente Werkzeuge aus und beschafft neue Geräte. „Eine technische Ausbildung ist für die Funktion sehr von Vorteil“, erklärt Schusser. 

Gute EDV-Kenntnisse sind hilfreich, um etwa Bestands- und Prüflisten digital pflegen zu können. So weiß der Schirrmeister oder die Schirrmeisterin beispielsweise genau, wann die Reifen des Gerätekraftwagens (GKW) gewechselt werden müssen oder an welcher Stelle bestimmte Ausstattungsgegenstände gelagert sind. 

Da ein Einsatz meist ohne Ankündigung kommt, ist es umso wichtiger, die volle Einsatzfähigkeit der gesamten Ausstattung stetig gewährleisten zu können. Und auch nach dem Einsatz liegt es in der Verantwortung des Schirrmeisters oder der Schirrmeisterin, die Einsatzfähigkeit schnellstmöglich wieder herzustellen – denn nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz.

Mit Organisationstalent, Einfühlungsvermögen und technischem Geschick helfen sie den „Kleinen“ im THW dabei, Großes zu vollbringen: die THW-Ortsjugendbeauftragten. Statt erhobenem Zeigefinger und drakonischen Strafen haben sie für die Kinder und Jugendlichen aufmunternde Worte, differenziertes Feedback und jede Menge spannende Aufgaben parat.

„Mein Ansporn als Ortsjugendbeauftragter ist es, Junghelferinnen und Junghelfer so auszubilden, dass sie später im Ortsverband als stabile Größen mitwirken können“, erklärt Dirk Düpjan seine Motivation. Gemeinsam mit seinem Kameraden Christoph Hein ist er Ortsjugendbeauftragter im THW-Ortsverband Osnabrück. „Das macht einen schon gewaltig stolz, wenn man so etwas mitbekommen kann“, sagt er über die charakterliche und handwerkliche Entwicklung seiner Schützlinge.

Bis die Kinder und Jugendlichen bereit für den Einsatz im THW sind, ist erst einmal viel zu tun. Die Ortsjugendbeauftragten organisieren dafür die Jugenddienste und stehen in engem Austausch mit den Jugendgruppenleiterinnen und -leitern. Denn in einem Ortsverband kann es durchaus mehrere Jugendgruppen geben, weshalb der bzw. die Ortsjugendbeauftragte für die Koordination zwischen den Gruppen zuständig ist. Aufgrund ihrer übergeordneten Position als Teil des Stabs im Ortsverband tragen Ortsjugendbeauftrage eine besondere Verantwortung und stellen unter anderem sicher, dass die technische Ausstattung für die Jugenddienste zur Verfügung steht. Außerdem sind die Ortsjugendbeauftragten zugleich Kontaktpersonen zu den Fachgruppen des Ortsverbands und zur THW-Jugend e.V. – aus historischen Gründen ist die THW-Jugend nämlich nicht direkt Teil der Bundesanstalt, sondern als eingetragener Verein organisiert.

Neben technischen Aufgaben wollen die Kinder und Jugendlichen sich aber auch manchmal einfach so richtig austoben und etwas anderes machen. Deshalb organisieren die Ortsjugendbeauftragten auch Veranstaltungen und Ausflüge wie beispielsweise Zeltlager. Am Ende ist entscheidend, dass sie den Nachwuchs für das Engagement im THW begeistern können und altersgerecht auf die Bedürfnisse der Jugendgruppen Rücksicht nehmen. Neben der Grundausbildung und der vollständigen Einsatzbefähigung erwerben Ortsjugendbeauftragte daher einen Jugendbetreuerschein, um ihre Führsorgepflicht erfüllen und den rechtlichen Bestimmungen wie dem Jugendschutzgesetz nachkommen zu können.

Mit seinem Engagement bietet Düpjan den Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und sichert zugleich die Zukunft des deutschen Bevölkerungsschutzes: „Das Schönste ist zu sehen, wie die Kinder hier ankommen, Spaß haben an den technischen Diensten, und dass wir sie dann irgendwann als herangewachsene Junghelferinnen und Junghelfer in den Dienst des THW übergeben können.“ Sein Kamerad Hein bringt es auf den Punkt: „Das THW gibt es seit mehr als 60 Jahren und gemeinsam mit unserer Jugendgruppe machen wir es fit für die Zukunft.“

Im Abstand von drei Wochen stellt das THW verschiedene Funktionen im THW-Ortsverband vor. An dem Projekt beteiligten sich Ehrenamtliche aus allen acht Landesverbänden. Die in den Videos gezeigten Helferinnen und Helfer präsentieren ihre Aufgaben im Ortsverband stellvertretend für alle THW-Funktionsträger.

Gewappnet mit Stempelkissen, Formularen und einem Computer behalten sie den Überblick im schnelllebigen Ortsverband: die Verwaltungsbeauftragten. Mit großer Sorgfalt meistern sie Dokumentenberge und halten den Ortsbeauftragten damit den Rücken frei.

Gebäude abstützen, Trümmerteile bergen und Vermisste suchen? „Wo es richtig abgeht, ist in der Verwaltung des Ortsverbandes“, sagt Christian Knaack. Er ist Verwaltungsbeauftragter im THW-Ortsverband München-Mitte. Bereits seit 1983 engagiert sich Christian im THWund weiß, dass sich hinter dem THWmehr als nur spannende Einsätze, regelmäßige Übungen und Freude an der Technik verbergen. Denn damit all das seinen richtigen Gang nimmt, braucht es in allen Ortsverbänden einen Verwaltungsbeauftragten oder eine Verwaltungsbeauftragte. 

So erfassen und aktualisieren die Funktionsträgerinnen und Funktionsträger beispielsweise die Daten von Helferinnen und Helfern, führen bei Dienstabenden und Übungen Anwesenheitslisten, kennen den Ausbildungsstand der Einsatzkräfte und pflegen alle THW-Datenbanken. Darüber hinaus behalten sie die Finanzen des Ortsverbands im Blick. „Man muss Freude im Umgang mit Zahlen und trockener Materie haben“, sagt Christian Knaack über seine Funktion. 

Dementsprechend sollten Verwaltungsbeauftragte gute kaufmännische Fachkenntnisse mitbringen und sich in der Büro-IT heimisch fühlen. Diese Kenntnisse müssen Verwaltungsbeauftragte jedoch nicht bereits in den Ortsverband mitbringen: Ein spezieller THW-Lehrgang bereitet die Funktionsträger auf ihre Aufgaben vor. 

Im Abstand von drei Wochen stellt das THW verschiedene Funktionen im THW-Ortsverband vor. An dem Projekt beteiligten sich Ehrenamtliche aus allen acht Landesverbänden. Die in den Videos gezeigten Helferinnen und Helfer präsentieren ihre Aufgaben im Ortsverband stellvertretend für alle THW-Funktionsträger.

Führungskräfte im THW haben eine große Verantwortung gegenüber anderen Helferinnen und Helfern. Das gilt insbesondere für die Gruppenführerinnen und Gruppenführer, denn sie entscheiden über das Vorgehen der Gruppe und müssen das Geschehen an der Einsatzstelle genau im Auge behalten.

Die Bergungs- und Fachgruppen im THWbestehen häufig aus neun oder zwölf Ehrenamtlichen, in manchen Fällen aber auch aus bis zu 18. Und diese Gruppen brauchen jemanden, der sie leitet – während und vor Einsätzen: Gruppenführer und -führerinnen weisen die Einsatzkräfte im Ernstfall an und stellen den Informationsfluss mit übergeordneten Einheiten sicher. Sie erkunden darüber hinaus die Einsatzstelle und dokumentieren den Einsatz. Dabei trägt die Führungskraft auch immer die Verantwortung für die personelle und materielle Einsatzbereitschaft der Gruppe. 

So beginnt die Arbeit der Gruppenführerinnen und Gruppenführer schon weit vor einem Einsatz. Denn sie sorgen für eine gute Ausbildung der Helferinnen und Helfer und haben im Blick, ob diese sich bedenkenlos dem nächsten Unfall, Unwetter- oder Hilfeleistungseinsatz stellen können. Außerdem tauschen sich die Führungskräfte mit anderen Einheiten und Organisationen aus, um reibungslose Abläufe im THW und zwischen den verschiedenen Akteuren im Bevölkerungsschutz in jeder Situation sicherzustellen.

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